AIDA-Reise 2025 – Es fühlt sich hier an wie im Urlaub

von S. Vorderstemann

Wir waren im Juni des letzten Jahres mit der Lebenshilfe auf einer AIDA-Reise. Die Reise ging insgesamt 8 Tage.

Am Anreisetag haben wir uns an der Geschäftsstelle in Waltrop getroffen. Zum Glück konnten wir vorher alle etwas ausschlafen. Das Treffen war nämlich erst gegen 10 Uhr morgens.

Wir hatten einen Busfahrer, der uns mit unserem Gepäck über die Autobahn bis nach Hamburg gebracht hat. Der Fahrer hat uns bis zu dem AIDA-Schiff gefahren. Das Schiff lag bereits am Hafen in Hamburg. Wir haben dort dann erstmal unser Gepäck abgegeben und wurden kontrolliert.

Im Anschluss konnten wir direkt auf das große Schiff gehen. Wir haben eine Einweisung für die Sicherheit erhalten. Danach konnten wir zum ersten Mal unsere Kabinen für die nächsten Tage anschauen und kennenlernen.

Die Abfahrt war bereits um 14 Uhr. In dieser Zeit haben wir selbstständig das Schiff erkundet. Daraufhin sind wir in einem der Restaurants an Bord etwas essen gegangen. Das gesamte Essen und alle Getränke waren bereits mit im Preis, den wir für die Reise bezahlt haben.

Abends konnten wir uns eine Show angucken, die immer etwas anders war. Anschließend sind wir erschöpft in unsere Kabinen gegangen, um zu schlafen.

Am nächsten Tag war das Wetter super. Wir waren den ganzen Tag auf dem Meer und haben kein Land gesehen. Zwischendurch konnten wir andere Schiffe beobachten. Da das Wetter so gut war, haben wir auch kaum Seegang gespürt. Zwischendurch haben wir uns eine kleine Abkühlung an Bord geholt. Es gab hier nämlich viele verschiedene Pools, in denen wir schwimmen konnten. Der Tag wurde genutzt, um das Schiff weiter zu erkunden und einkaufen zu gehen. Diese Sachen mussten wir dann natürlich selbst bezahlen.

Am Abend sind wir zu einer Party an Bord gegangen und haben dort einen Cocktail geschlürft.

Als wir am nächsten Morgen aufgewacht sind, haben wir bereits in England Anker gelegt. Der Ort für den Zwischenstopp hieß „South-Hampton“. Nach einem kleinen Frühstück an Bord sind wir alle vom Schiff gegangen. Wir konnten uns die Stadt angucken und etwas bummeln gehen. Einige von uns sind im Anschluss in ein Museum gegangen. Das Museum hat viel über die „Titanic“ gezeigt.

Zum frühen Abend waren wir bereits wieder an Bord. Viele von uns wollten an einem Tanzkurs teilnehmen. Auch heute gab es wieder gutes Essen und Abend-Programm.

Während wir alle geschlafen haben, ist das Schiff weiter nach Frankreich gefahren. Hier haben wir am nächsten Tag einen Stopp an der Seestadt „Le Havre“ eingelegt. Nach dem Frühstück sind einige von uns von Bord gegangen, während der Rest auf dem Schiff geblieben ist. Geplant war ein großer Spaziergang am Strand, wo wir zumindest mit den Füßen ins Wasser gegangen sind. Passend zum Land haben wir an einem Strand-Lokal eine Pause angesetzt, um gemeinsam Crêpes zu essen.

Deutlich verwirrt waren wir bei der Suche der Innenstadt, welche es hier scheinbar gar nicht gab. Stattdessen haben wir eine Strand-Promenade erkundet, um uns den Ort so gut wie möglich anzuschauen.

Zurück auf dem Schiff konnten wir wie an jedem Abend völlig selbst bestimmen, wie unser Abend-Programm aussehen sollte. Somit hatte ich mich spontan dazu entschieden, meinen Kopf noch etwas zu fordern. An Bord gab es nämlich eine Quizshow wie bei „Wer wird Millionär?“, die ich mir gerne anschauen wollte. Anstelle der Millionen gab es hier als Haupt-Preis eine weitere Reise zu gewinnen. Teilweise waren die Leute richtig gut und konnten dem entsprechend abräumen.

Frisch gestärkt und mit neuer Energie für den nächsten Tag sind wir im belgischen „Zeebrügge“ angekommen. Hier erwartete uns bereits ein Shuttle-Bus, welcher uns weiter in die Stadt „Brügge“ fahren konnte. Wie es sich im Urlaub gehört, haben wir auch diese Stadt unsicher gemacht und uns die Zeit mit Shopping und gutem Essen vertrieben.

Langeweile kam auf keinen Fall auf, wobei ich noch am gleichen Abend unsere Reisebegleitung Julia mit dem Spruch „Es fühlt sich hier an wie im Urlaub“ zum Lachen bringen konnte. Im gewohnten Entspannungs-Modus kamen wir über Nacht in ein neues Land und begrüßten die Niederlande. Unser heutiges Ziel lag in der wunderschönen Stadt „Rotterdam“, in welcher wir den berühmten Turm „Euromast“ besichtigt haben. Da dieser Wachturm der Niederlande fast 200 Meter hoch war, haben sich nicht alle getraut, dort hochzufahren. Die Überwindung hat sich allein wegen der Aussicht schon gelohnt.

Leider bedeutete dieser Ausblick auf ganz Rotterdam auch zeitgleich, dass wir unseren letzten Urlaubstag an Land erreicht haben. Zum Glück konnten wir dennoch einen weiteren Tag auf dem Meer verbringen, während uns die AIDA wieder sicher zurück nach Hamburg schipperte. Diesen nutzten wir vollständig aus, um die Sonne an Deck zu genießen, schwimmen und essen zu gehen wie es uns beliebte und auch die letzten Winkel des Schiffs zu erkunden. Ich interessierte mich für eine Besichtigung in einer der Schiffsküchen, in welcher uns die letzten Tage das köstliche Essen zubereitet wurde.

Zurück auf festem Boden in Hamburg nutzte ich die Rückfahrt, um über den Urlaub nachzudenken. Ich kam zu dem Schluss, dass es eine sehr interessante Reise war und ich mir durchaus vorstellen könnte, noch ein weiteres Mal Ferien auf dem Schiff zu machen.

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