Gute Zeiten – schlechte Zeiten

Gute Zeiten – schlechte Zeiten

Unsere Corona-Zeit

Von der Hausgemeinschaft Ickern

Hallo, wir sind die Hausgemeinschaft Ickern.

Wir sind 3 Frauen und 4 Männer.

Wir heißen: Robin, Leah, Till, Vanessa, Justin, Sven und Lisa

Heute erzählen wir, wie es uns in den letzten Monaten so ging.

Robin:

Am Anfang war das doof.

Nichts durfte man.

Wir durften nicht ins Büro.

Wir durften keinen drücken.

Die haben uns erklärt warum.

Trotzdem war das ein Scheiß!

Ich habe mich geärgert.

Und dann habe ich mit meinem Papa Gewichte gehoben.

Guck mal, ich hab richtig Muckis gekriegt.

Jetzt kann man auch wieder raus. Man kann Döner essen.

Lecker!!!

Till:

Mir ist es in der Corona-Zeit gut gegangen.

Ich war 8 Wochen bei meinem Vater.

Und 3 Wochen bei meiner Mutter.

Ich habe Zeit für mich gehabt.

Bei meinem Vater war es schön, weil wir um 21.00 Uhr Balkonklatschen gemacht haben.

Wir haben das aus Solidarität gemacht für alle wichtigenMenschen.

Zum Beispiel Ärzte.

Jeden Tag sahen wir uns lange Filme an.

Bis in die Nacht.

Und wir waren auch im Auto-Kino.

Bei meiner Mutter war es schön, weil wir zusammen einkaufen gingen.

Und wir haben beim Nachbarn Besuche gemacht.

Vanessa:

Am Anfang war ich sehr traurig.

Ich durfte nirgendwo hin.

Jetzt bin ich auch traurig.

Ich möchte nichts mehr dazu sagen.

Frage: Leah, wie war das, als die Corona-Zeit anfing?

Leah:

Ach ja! (schwerer Seufzer)

Nicht ins Büro.

Keine Umarmung.

Aber Muttertag kam die Mama. (in den Besuchs-Container)

Sarah hat in der WG mit uns gebacken.

Im Container hatte ich Disco.

Laute Musik und mit Gaby getanzt.

Mit Justin und Sarah habe ich mit Zuckerkreide gemalt.

Das war gut.

Heute haben wir unseren Frauentag.

Es ist heiß und wir essen Eis.

Sven:

Ich konnte meine Mama nicht sehen.

Das war richtig doof.

An meinem Geburtstag war ich mit meinem Besuch im

Besuchs-Container.

Richtig feiern ist schöner.

Aber so langsam sieht man die Leute wieder.

Die Regeln sind lockerer.

Justin:

Ich habe gedacht, dass das nicht gut ist.

Es hat mich traurig gemacht, dass man nichts durfte.

Man konnte keine Freunde treffen.

Anfangs war es langweilig.

Ich habe mit Sarah viel, viel gebastelt.

Die starken Corona-Regeln waren richtig Mist.

Jetzt ist es besser, weil es lockerer ist.

Es ist gut, wieder zu arbeiten.

An die Maskenpflicht hat man sich gewöhnt.

Lisa:

Ich konnte nicht glauben, dass es sowas gibt.

Die Mama hat mir erklärt, dass das eine Krankheit ist.

Ich hatte Angst, dass ich die kriege.

Jetzt habe ich nur ein wenig Angst.

Ich gehe schon wieder 4 Stunden arbeiten.

Das konnten wir auch alle nicht glauben.

Alles war anders.

Wir konnten nicht ins Büro.

Wir konnten uns gegenseitig nicht besuchen.

Dann hatten wir den Besuchs-Container hier.

Den haben wir noch schön geschmückt.

Damit der nicht so grau aussah.

Jetzt ist er wieder weg.

Das mit den Masken ist immer noch schwierig für mich.

Ich halte mich an alle Regeln.

Ich wasche mir oft die Hände.

Meine Mama und meine Schwester machen das auch.

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