Einmal Impfzentrum und zurück

Einmal Impfzentrum und zurück

Einmal Impfzentrum und zurück – mit dem Fahrdienst des Quartiers Alte Kolonie

Seit Februar diesen Jahres bietet das Quartiers-Team aus der Alten Kolonie die Organisation von Fahrten zum Impfzentrum Recklinghausen an.
Mit Erfolg: Rund 30 Fahrten wurden bis zum jetzigen Zeitpunkt durchgeführt. Sarah Geppert und Annika Overthun, sowie die beteiligten Fahrer*innen der Lebenshilfe e.V. waren immer wieder begeistert von der ihnen entgegengebrachten Freude und Dankbarkeit im Rahmen dieses Angebots.
Nun sind zahlreiche Menschen in der angesprochenen Zielgruppe der Senior*innen geimpft. Impfungen in Arztpraxen vor Ort sind möglich. Mit dieser Entwicklung endete nun unsere vorerst letzte Fahrt nach Recklinghausen. Zeit, einmal dieses tolle Projekt Revue passieren zu lassen.

Nach langen Monaten der Pandemie und diversen Lockdowns atmeten die meisten Menschen erleichtert auf, als im Januar diesen Jahres endlich mit den Impfungen gegen das COVID 19-Virus begonnen wurden.
Besonders die Menschen aus unserer Stadt, die einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt waren oder am häufigsten schwere Verläufe zu befürchten hatten, erhielten zeitnah Termine, um sich im Impfzentrum Recklinghausen immunisieren zu lassen.
Doch trotz aller Freude über diese Möglichkeit, kamen damit insbesondere auf Senior*innen auch häufig neue Probleme zu: Wie sollte man das Impfzentrum erreichen? Würde man es schaffen, die Wege zwischen den dort eingerichteten Stationen womöglich noch mit Rollstuhl, Stock oder Rollator zu bewältigen? Und was ist, wenn man ganz alleine dort ist und die Impfung dann plötzlich doch nicht so gut verträgt wie erhofft? Wer würde sich kümmern und wie würde man sicher nach Hause zurückkommen?

Sorgen, die auch die Lebenshilfe e.V. erreichten und aufgrund dessen man sich schnell entschloss, einen Fahrdienst zum Impfzentrum anzubieten. Die Organisation übernahm das Quartiers-Team aus der Alten Kolonie bestehend aus Sarah Geppert und Annika Overthun. Unterstützt wurden sie von vielen Kolleg*innen, die sich oftmals nicht nur als Fahrer*innen anboten, sondern auch gleichzeitig – wenn gewünscht – als Begleiter*innen durch das Impfzentrum. Für viele Fahrgäste ein beruhigendes Gefühl, jemanden vor Ort zu haben, zum Beispiel um gemeinsam bürokratische Hürden und Stolpersteine zu überwinden.

So wurden die Fahrten zum Impfzentrum für alle Beteiligten zu ganz besonderen Erfahrungen, die sie in bleibender Erinnerung behalten werden.
Denn oftmals knüpften Fahrer und Fahrgast schon auf der Hinfahrt, in kürzester Zeit, sehr persönliche Bande. Aus Fremden wurden Vertraute, auf die man sich in einer völlig unbekannten Umgebung und in einer so noch nie da gewesenen Situation 100-prozentig verlassen konnte.
Ganz nebenbei konnte man auch endlich einmal wieder über Erlebnisse und Familiengeschichten erzählen, für die man in den vorangegangenen Monaten aufgrund von Kontaktbeschränkungen und Lockdowns keine Zuhörer fand.
Von diesem Vertrauen waren viele Fahrer*innen überwältigt und genossen diese Atmosphäre sehr. Dabei war die Fahrtzeit für viele Gespräche noch zu kurz. Das Interesse, wie es den neuen Bekannten nun einige Wochen nach der Impfung geht, ist groß.

Deshalb hat sich das Quartiers-Team überlegt, Fahrer*innen und Fahrgäste noch einmal bei einem gemütlichen Kaffeetrinken im Quartiershaus an der Möllerstraße zusammenzubringen. Ein Termin wird noch gesucht und bekanntgegeben, doch hiermit sind schon einmal alle, die diesen Artikel lesen und sich angesprochen fühlen, herzlich dazu eingeladen.
Und ein Fahrdienst wird für diesen Nachmittag selbstverständlich auch angeboten…

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